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8.1.2026

Ein Todesfall im Bremer Studentenmilieu beschäftigt die Bremer Kommissarinnen Liv Moormann (Jasna Fritzi Bauer) und Linda Selb (Luise Wolfram), die von ihrem Kollegen Patrice Schipper (Tijan Njie) vom KDD (Kriminaldauerdienst) unterstützt werden.

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Foto: Radio Bremen/Magdalena Stengel

Die Jurastudentin Annalena Höpken (Annika Gräslund) wird morgens in der Nähe eines Nachtclubs tot aufgefunden. Sie wurde offenbar eine Treppe hinuntergestoßen und starb an einem Genickbruch. Zuvor gab es nach ersten Recherchen massive Auseinandersetzungen in ihrer Wohngemeinschaft. Außerdem gerät der Obdachlose Emil Klaßen (Robin Bongarts) in den Kreis der Verdächtigen: Er hat Selb attackiert und trägt das Handy der Toten bei sich. Es stellt sich heraus, dass Annalena Höpken unter immensem Leistungsdruck litt, den sie mit Aufputschmitteln zu kompensieren versuchte.

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Foto: Radio Bremen/Magdalena Stengel

Für die Ermittlungen ergeben sich eine Reihe von Fragen: Warum kam es zu diversen Auseinandersetzungen innerhalb der Wohngemeinschaft? Wieso ahnte die Mutter Gabriele Höpken nicht, wie sehr ihre Tochter unter Druck stand? Ihre Schwester Betty Höpken scheint ebenfalls Geheimnisse vor der Mutter zu haben. Und was hat Bettys Freund und Nachtclub-Betreiber Mike Hanisch mit alldem zu tun?

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Christine Otto (Foto: privat/dpa), Elisabeth Hermann (Foto: Annette Riedl/Montage Radio Bremen)

"Wenn man nur einen retten könnte", geschrieben von Dr. Christine Otto und Elisabeth Hermann, stellt Fragen nach Zivilcourage und kollektiver Schuld. "Unser Anspruch als Autorinnen ist es, mit einem empathischen, aber unbestechlichen Blick die Atemlosigkeit unserer leistungsfixierten Gesellschaft zu erzählen", so die Autorinnen im Interview. Ausgangspunkt für die aktuelle Tatort-Episode sei ein reales Erlebnis gewesen, das sie sehr erschüttert und das exemplarisch gezeigt habe, "unter welchem emotionalem Druck junge Erwachsene stehen". "Wir betrachten unsere Figuren mit Zuneigung", so Otto und Hermann, "und erkennen, wie sehr sie darum ringen, in dieser überreizten Welt Platz zu finden." 

Katharina Wagner produzierte für die Bremedia - Auftraggeber sind ARD Degeto und Radio Bremen.