Nachrichten
"DRILL BABY DRILL" - UA in Nürnberg - Publikumspreis beim PLAY Festival in Zürich
In DRILL BABY DRILL, einem Auftragsstück für das Staatstheater Nürnberg, montiert Sarah Calörtscher drängende Themen unserer Gegenwart leichthändig zu einer glimmenden Collage. Voll lakonischem Witz und ohne jedes Pathos geht es um die Grenzen unseres fossil getriebenen Wachstums, um die Macht der Systeme und um Wege aus der Paralyse, angesichts der Geschichte, die die Menschheit über sich selbst schreibt. Am 19. Februar feierte das Stück in der digitalen Spielstätte XRT des Staatstheaters Nürnberg seine Uraufführung (Regie Ariane Kareev). Zum Trailer der Inszenierung gelangen Sie hier.
Die TAZ (Svenja Plannerer) schreibt über den Abend:
"In den Einspielungen der 'Schichten' und in Peters’ Dialog mit Claudia Gyasi Nimako als Orakel offenbaren sich clevere Wortspiele und Biss. Dabei entstehen Perlen wie 'Ablenkung ist die schönste Form von Lenkung', als es darum geht, wie leicht sich Menschen von der unerbittlich näher rückenden Klimakrise ablenken lassen (wollen). In Darkows Monolog zur Missachtung 'guter Lösungen' ebenjener Krise mittels Geoengineering – Weltraumspiegel und weiß gestrichene Berge zur Reflexion der Sonnenstrahlen – mischt sie gekonnt leeres Politgehabe mit Kommentarspalten-Kriegern."
Mehr über das Stück lesen Sie hier.
Beim PLAY Festival 2026 am Theater Neumarkt in Zürich wurde DRILL BABY DRILL mit dem Publikumspreis ausgezeichnet - die Jury schreibt:
"DRILL BABY DRILL ist eine theatrale Tiefenbohrung: Auf dem Weg zum Mittelpunkt der Erde gräbt sich die Protagonistin des Textes durch ein dichtes Sediment kulturgeschichtlicher Referenzen, Sprachperlen steigen auf und glänzen im Tageslicht, ein ratloses Orakel taucht auf und verläuft sich in tausend möglichen Enden. Ganz nebenbei und völlig unangestrengt legt Sarah Calörtscher die Ängste, Sehnsüchte und den Wahnwitz unseres Jahrtausends frei. Mit ihr wagen wir uns vor in unbekanntes Terrain, lecken an Steinen, verirren uns und finden schliesslich das, was uns alle verbindet: der Planet, auf dem wir leben."