Inhalt
Vizeleutnant Eismayer, der härteste Ausbilder beim österreichischen Bundesheer, hütet ein sorgfältig vor der Öffentlichkeit verborgenes Geheimnis: Er ist schwul. Als er sich in einen Rekruten verliebt, gerät sein heteronormativ konstruiertes Leben ins Wanken. Das traditionelle Rollenbild des Soldaten ist für einen Mann wie Eismayer mit einer schwulen Beziehung nicht vereinbar. Wird er seinem Image des knochenharten Machos treu bleiben oder dem Ruf seines Herzens folgen? Kann letztlich gar beides miteinander vereinbar sein? Nach wahren Begebenheiten.
2014 stößt David Wagner in einer österreichischen Tageszeitung auf einen Artikel über Charles Eismayer und ist von dessen Geschichte sofort fasziniert: Der gefürchtetste Ausbilder des Bundesheeres verliebt sich in einen Rekruten, outet sich und gibt ihm in Galauniform auf dem Kasernenhof das Ja-Wort. Was für ein Filmstoff! Der Film wurde auf diversen Festivals gezeigt und war unter anderem 2022 für den "queeren Löwen" in Venedig nominiert. Beim Max Ophüls Preis 2023 gewann er den
Publikumspreis Spielfilm sowie den Preis der Filmkritik Spielfilm.
Can Fischer hat den Stoff behutsam für die Bühne adaptiert und ein eigenes Werk geschaffen, das sich sensibel seinen Hauptfiguren annähert. Dabei stellt der Text, gerade auch vor dem aktuellen Hintergrund von "Männlichkeitsinfluencern" in sozialen Medien sowie Diskussionen zur Wehrhaftigkeit, die Frage, was Männlichkeit heute bedeutet - bedeuten kann, bedeuten darf.
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Autor
Can Fischer ist Theaterleiter, Kulturmanager, Schauspieler, Regisseur, Autor und Musiker. Er begann seine berufliche Laufbahn als Aufnahmeleiter beim Fernsehen, bevor er ab 2005 ein Schauspielstudium in Berlin ...