Inhalt

Zehn Jahre nach dem Tod ihrer Mutter kehrt die junge sorbische Bauplanerin Anna Symmack aus Berlin in ihr Lausitzer Heimatdorf zurück. Ihre verhasste Großmutter Marja Symmack liegt im Sterben, und als einzige Verwandte muss Anna sich nun um die letzten Dinge kümmern. Altenpfleger Jan Breder und Nachbarin Lenka Holnik versuchen zu vermitteln, denn Marja erkennt ihre Enkelin aufgrund fortschreitender Demenz nicht mehr, Dorf und Haus sollen dem Braunkohleabbau weichen. Doch je mehr Zeit Anna mit Marja verbringt, umso tiefer taucht sie auch in ihre eigene Familiengeschichte ein, die neben Lebenslügen auch den Trost der Wahrheit und Annahme der Herkunft enthält.

Das leere Haus, ausgezeichnet mit dem Förderpreis Lausitzen 2017, wurde durch die Stiftung für das sorbische Volk und ein Residenzstipendium im Künstlerhaus Ahrenshoop durch das Land Mecklenburg-Vorpommern gefördert. 2019 erfolgte die Uraufführung in sorbischer und deutscher Sprache am Theater Bautzen. Mit der epischen Familiengeschichte über mehrere Generationen erzählt Carla Niewöhner, wie vergangene Ereignisse Familien und die eigene Identität prägen, und wie die Macht der Vergebung einen Neuanfang ermöglicht.

Autor

Carla Niewöhner

Carla Niewöhner, geboren in Bremen, lebt in Köln und ist Autorin und Regisseurin. Nach dem Studium der Theater-, Film- und Fernsehwissenschaften, Germanistik und Italienisch in Leipzig, Turin und Köln ...